23 November 2009

 

Brennwerttechnik und Sonnenenergie! Beste Freunde!


Eine neue Heizungsanlage sollte eingesetzt werden. Erdgas bot sich hier an, da es sich in diesem Hause bewährt hat. Die Anlageninteressenten entschieden sich dafür, die neue Heizungsanlage auch um eine Solaranlage zu ergänzen. Das hat sich auch optisch gelohnt. So hat zum Beispiel dieses schöne Gebäude in Lübeck nicht nur eine saubere Heizung, die Solaranlage ist ein echter Hingucker!




Gas- Brennwertechnik: Kein Kann! Ein Muss!

In den Zeiten der ansteigenden Preise für fossile Brennstoffe ist es fast unvernünftig zu nennen, eine andere Technologie als die Brennwert- Technologie bei der Beheizung mit Erdgas zum Einsatz zu bringen. Was aber diese Technologie so besonders macht, will ich gleich erklären.
Ein Brennwert- Heizgerät verwendet die Energie, die in den Abgasen noch vorhanden ist, mit. Man kann so die Wärme nutzbar machen, um das Trinkwasser zu erwärmen, die Wohnräume über die Heizkörper/Fußbodenheizungsanlage zu temperieren.
Bei der alten Technik verpuffte die Wärme über den Schornstein.
Die Brennwerttechnologie sollte also überall dort eingesetzt werden, wo es möglich ist.
Sehr angenehm bei den Geräten: Sie arbeiten mit einer Leistungsanpassung, modulieren die Leistung herunter, wenn wenig Wärme abgerufen wird und umgekehrt.

Speicherung auf höchstem Niveau- Frischwasserspeicher Expresso
Der Speicher des Herstellers Paradigma ist ein echtes . Er ist ein Frischwasserspeicher, der mit seinem Schichtleitsystem einen Speicher darstellt, der dank seines Durchlaufprinzips Maßstäbe bei der Hygiene setzt. Darüber hinaus ist er für den Einsatz der Solartechnik bestens geeignet, denn er ist ein Mehrtagesspeicher, wenn also die Sonne mal nicht scheint, reicht die Energie noch für mehrere Tage. In Puncto Komfort ist er auch sehr solide. Bis zu 35 Liter Warmwasserzapfmenge, das ist schon echt ordentlich!
Der Speicher hat eine gewisse Größe und ist für viele, jedoch nicht für sehr niedrige Kellerräume gedacht.
Der Speicher hat bereits den INTERSOLAR AWARD (ein Preis für diese innovative Technologie) erhalten.




Sonne satt mit dem AquaSystem von Paradigma

Die Installation des Kollektors war eine echte Herausforderung. Das Dach musste mit einem Gerüst versehen werden, damit der Kollektor überhaupt installiert werden konnte.
Die Kombination aus 3 Kollektorelementen zu je 21 Röhren ergibt eine Brutto- Fläche von rund 15 Quadratmetern, was bereits eine gute Unterstützung für die Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung darstellt.
Mal wieder will ich erwähnen, wie das AquaSystem von Paradigma arbeitet:
Wie es der Name schon vermuten lässt, arbeitet das System mit Wasser. Das hat mehrere Vorteile, denn Wasser hat im Gegensatz zu Frostschutzmittel eine bessere Wärmekapazität, speichert mehr Wärme.






Das System arbeitet im Gegensatz zu vielen herkömmlichen Anlagen mit einer Impulsschaltung, das heißt, die die im Wasser gespeicherte Energie wird mit einem Eimerprinzip vom Dach in den Keller transportiert. Vereinfacht: Ist der Eimer voll, wird er herunter getragen. Das spart Strom!
Wasser ist darüber hinaus dünnflüssiger, weist eine bessere Viskosität auf!
Noch ein Vorteil: Wasser verändert sich nicht bei thermischer Belastung. Frostschutzmittel wie z.B. Tyfocor kann u.U. durch eine häufigere thermische Belastung reagieren, es verklebt dann, die Anlage kann unbrauchbar werden.


21 November 2009

 

Strom zum Heizen? Endlich vorbei!


Vor ein paar Monaten besuchte uns Familie Lukas aus Nütschau/ Travenbrück in unserem Ausstellungshaus für Erneuerbare Energien in Lübeck. Die Beheizung des Hauses der Familie Lukas erfolgte bislang mit elektrischem Strom...


...der Stromanbieter hatte vertragliche Veränderungen gravierender Art angekündigt. Dieses System wäre dermaßen unwirtschaftlich geworden, dass die Eigenheimbesitzer nach Alternativen zum Heizen der vier Wände suchten. Lesen Sie, wie nicht nur der Geldbeutel, sondern in erster Linie das Klima profitieren kann.

Unser Vorschlag: Einsatz einer Holzpelletsheizung mit einer Solaranlage zur Unterstützung von Heizbetrieb und Warmwasserbereitung. Dieser Vorschlag wurde in die Tat umgesetzt.

Das Grundproblem- Heizen mit elektrischen Strom
Ja, da liegt schon die Problematik. Der Strom kommt ja aus einem Kraftwerk und geht dann von dort auf Wanderschaft. Bis Sie aus Ihrer Steckdose eine Kilowattstunde Strom entnehmen können, ist einiges passiert. So durchwandert der Strom einen Prozess der Herstellung, des Transportes.
Man spricht von der Primärenergie, der ersten Energie in der Kette. Sie ist in der Regel etwa dreimal so hoch wie die Energie, die aus Ihrer Steckdose kommt. Diese ist dann die Sekundärenergie. Je nachdem, wo der elektrische Strom erzeugt wurde, weist er eine sehr ungünstige Kohlendioxid- Emission (CO2) auf, die im Einzelfall bis zu 1,3 Kilogramm pro Kilowattstunde betragen kann, wenn Kohlekraftwerke zum Einsatz kommen. Über die Gefahren, die zum Beispiel durch die übertriebene Nutzung von Nuklearenergie entstehen, reden wir lieber gar nicht.

Ein Lösungsansatz- Holzpelletsheizungsanlagen
in Kombination mit Solarenergie.

Die Aufgabe des Heizens der Wohnräume übernimmt fortan eine Holzpelletsheizungsanlage.
Diese kleinen Presslinge aus Resthölzern der Industrie haben einen ganz gravierenden Vorteil: Die Verbrennung ist Kohlendioxidneutral. Das bedeutet, dass das im Holz gebundene Kohlendioxid freigesetzt wird. Hierbei handelt es sich aber nur um die Menge, die während des Wachstumsprozesses einer Pflanze aufgenommen wurde. Durch Verrottung wäre ebendiese Menge freigesetzt worden.



Sonne- Super sauber!
Die Nutzung der Sonnenenergie ist dagegen vollkommen frei von Kohlendioxid. Wenn sie scheint, dann liefert sie uns hier im schönen Norden mit etwa 1000 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr.Tag für Tag, Jahr um Jahr, noch mehrere Milliarden Jahre. Die Sonnenenergie kann besonders effektiv mit einem Vakuum- Röhrenkollektor eingefangen werden. Wie das funktioniert? Ich erkläre es an einem Beispiel: Die Sonne erwärmt das Medium, welches durch ein Register in jeder einzelnen Röhre fließt. In unserem Fall ist es Trinkwasser.
Das Vakuum wirkt wie selbiges bei einer Thermoskanne. Die besonders hochwertige Isolierfunktion lässt das Medium besonders verlustarm im Keller in das Herzstück der Heizung einlagern.

Der Speicher- Das Herzstück
In unserem Fall kommt ein besonders gut wärmegedämmter Speicher zum Einsatz.
Dieser bevorratet in Kombination das Heizungswasser, was bei Bedarf zu den Heizkörpern gesandt wird und das Trinkwasser wird hier auch erwärmt. Es ist hier nicht nötig, große Mengen erwärmten Trinkwassers bereit zu stellen. Der Speicher arbeitet etwa wie ein überdimensionaler Durchlauferhitzer. Vorteil: Keine Gefahr von Verkeimung des Wassers, z.B. durch die berühmt berüchtigten Legionellen.



Wo die Holzpellets gelagert werden?
Hier ist der Kunde selbst aktiv geworden und hat nach unseren Anforderungen einen sehr soliden Lagerraum gebaut. OSB- Platten dienten als Wände.

Hier holt sich der Maulwurf die Holzpellets, die er braucht. Wie ein großer Staubsauger arbeitet das Verfahren und der Brennstoff wird im Zwischenspeicher gelagert, um für den Heizkessel zügig zur Verfügung zu stehen.



...und gepumpt wird mit bis zu 80 Prozent weniger Strom
Dass die Wärme im Haus durch Umwälzpumpen verteilt werden muss, ist ein offenes Geheimnis. Geht es aber mit weniger Leistungsaufnahme der Pumpe einher, freut sich wieder Ihr Geldbeutel und das Klima- durch vermiedene Emissionen- sowieso.
Jetzt besonders attraktiv: Die Sonderförderung der KFW-Bank! Die Optimierung der Wärmeverteilung. Eine Hocheffizienzpumpe, der Hydraulische Abgleich, der Einsatz von voreinstellbaren Thermostatventilen, wird mit 100,- Euro oder bei Investitionen über 400,- Euro gibt es 25 Prozent der Investitionssumme.
Überwiegend setzen wir Grundfos- Pumpe Alpha2 ein, sie hat sich in diesen Anlagen sehr bewährt.