06 Juli 2008

 

Weg vom Öl...hin zu Holzpellets


Schon länger haben wir mit unserer Kundin diskutiert, nun hat sie alle Hürden überwunden und auch den Mut gehabt, in die saubere Technik zu investieren. Nicht nur das: Sie hat einen Rundumschlag geplant, der jetzt realisiert werden kann.

Eine neue Pelletheizungsanlage in Bad Schwartau
Die betagte Heizungsanlage, die mit Heizöl betrieben wurde, ist in kurzer Zeit mitsamt der alten Öltankanlage ausgebaut worden. Der Öltank war zuerst dran; ein paar Tage dienten dann Heizölkanister als Übergangslösung, dann konnte der Ausbau der alten Heizungsanlage erfolgen, alles in Ruhe und mit nur wenig Hektik.

Warum sind Holzpellets so beliebt?
Holzpellets liefern einen Ökobrennstoff, sie enthalten pro Kilogramm einen Energieinhalt, der dem von 500mL also einem halben Liter Heizöl entspicht. Sie sind nicht nur sauber, sie riechen auch gut, ein gewisses weihnachtliches Gefühl wird also jeden zukünftigen Besitzer einer Holzpelletheizungsanlage erfreuen.
Die Preisstabilität der Holzpellets ist sehr erfreulich. Holzpellets werden darüber hinaus auch nur mit einer Mehrwertsteuer von 7 Prozent besteuert.

Wo kommen Holzpellets her?
Die Herkunft von Holzpellets ist meist aus der regionalen Holzverarbeitung, werden aus Restholz der holzverarbeitenden Industrie gewonnen. Da die Holzpellets aus der Region kommen, können Transportwege gering gehalten werden, das erfreut die Umwelt. Die Abhängigkeit von Ölimporten aus möglichen Krisenregionen wird somit verringert.

Die Heizungsanlage im Detail
Aufgrund der Tatsache, dass das Haus mit den geplanten Dämmkonzepten einen neuen Mantel und neue Fenster bekommt, kann die Kesselleistung deutlich verkleinert werden. Das ist auch gut so, denn eine Heizungsanlage, die möglichst nahe an dem wirklichen Verbrauch liegt (Heizlastberechnung), ist wünschenswert, da diese dann auch gut ausgelastet ist. Um die Laufzeit zu erhöhen, ist ein Kombispeicher eingesetzt worden, der sowohl Trinkwasser als auch Heizungswasser bevorratet.

Wo aber sollten die Holzpellets gelagert werden? Diese Frage ist begründet, denn das ist eine zentrale Frage. Wenn zum Beispiel in der Vergangenheit 2000 Liter Heizöl verbraucht wurden, würde das rechnerisch ja ca. 4000 Kg Holzpellets erfordern.
Wir entschieden uns zum Wegfall der alten Öltanks und zum Neubau eines Raumes. Ein Sacksilo, wie es auch eingesetzt werden kann, kam nicht recht in Frage.
Der Raum aus OSB- Platten stellt nun das Lager, auch Bunker genannt, dar. Da er im unteren Bereich abgeschrägt ist damit die Holzpellets nachrutschen, konnte das Volumen nur geschätzt werden; dazu aber gleich mehr.

Die Betankung: Mehr als erwartet.
Wir wussten ja, dass die Kundin teilweise im Jahr bis zu 2000 Liter Heizöl verbraucht, das Betanken brachte dann die Gewissheit: Ca. 3 Tonnen Holzpellets. (Entspricht ca. 1500 Litern Öl)
Das muss aber gar nicht stören, denn die Dämmung des Hauses und noch eine evtl. überlegte Solaranlage macht's möglich.

Was eine Schnecke mit dem Heizen zu tun hat?
Wenn die Holzpellets dann den so genannten Bunker in Richtung des Holzpelletkessels verlassen sollen, geht das zum Beispiel über ein Fördersystem mit einer Schnecke. Diese dreht wie ein Korkenzieher immer Zentimeter für Zentimeter Holzpellets in die richtige Richtung. Die Menge, die gerade gebraucht wird, steuert die Regelung des Holzpelletkessels.

Und noch eine Schnecke
Keine Sorge: Nicht die Installateure sind Schnecken.- Der Holzpelletkessel hat allerdings noch ein weiteres Schneckensystem: Mit einem so genannten Unterschubbrenner arbeitet der Kessel, den wir eingesetzt haben: Der PellettiII von Paradigma. Wie es der Name schon sagt, werden die Pellets, diesmal mit einer weiteren Schnecke, zum Brenner transportiert. Das Verfahren des Unterschubbrenners ist ruhiger als Verfahren, bei denen Holzpellets in die Flammen fallen.

Vollautomatisiert: Die Reinigung
Die Reinigung erfolgt vollautomatisch, es ist nur ein gelegentliches Entaschen nötig. (Es gibt heute sogar bereits automatische Ascheaustragungssysteme, die werden sicher an einer anderen Stelle eingehend beschrieben)
Die Asche ist übrigens ein ganz besonders guter Dünger, den Sie mit gutem Gewissen in den Garten entleeren können. Die Vorstellung, das mit Heizöl zu machen, ist eher seltsam.



Förderung
Über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gibt es bares Geld, das jedem Nutzer einer so innovativen Technik zusteht. Wir informieren Sie gern, auch lohnt sich ein Blick auf die Internetseite der Bundesbehörde: www.bafa.de








Noch nicht am Ende

Wenn die umfangreichen Arbeiten der energetischen Sanierung gut verlaufen und auch der finanzielle Rahmen es zulässt, soll auch noch eine Solaranlage für die Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung eingebaut werden. Die Rohre in den Dachboden sind bereits verlegt worden.

Fragen
Kontaktieren Sie uns gern, wenn auch Sie eine solche Anlage in Ihren vier Wänden für sich nutzen wollen.










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