17 Juni 2007

 

Heizungssanierung in einer Schule


Das Bildungszentrum Mortzfeld aus Lübeck hat einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Ein solches Engagement auch bei anderen Großverbrauchen wäre wünschenswert

Weniger ist mehr
Die Heizungssanierung stand an. Mehrere Firmen wurden 2005 angefragt, ob Sie ein Angebot abgeben würden. Das taten wir selbstverständlich auch, machten aber dann eine Heizlastermittlung (früher Wärmebedarf). Wie in zahlreichen Beispielen: Auch diesmal war die geforderte Leistung viel zu groß, 180 Kilowatt sollten eins zu eins ersetzt werden.


Senkung der Leistung
Nach den angestellten Berechnungen staunte mancher doch sehr, denn eine Leistung der Geräte von 120 Kilowatt war vollkommen hinreichend. Das bedeutete, dass die Investition niedriger ausfallen würde, was ja jeden Kunden freut.

Brennwert war die bessere Wahl
Wie sagt schon ein bekanntes Sprichwort: "Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit!"
Also: Ein Brennwertgerät.
Bessere Wahl war allerdings eine sogenannte Kaskadenschaltung.
Die Kaskade ist eine aus mehreren einzelnen Brennwertgeräten zusammengesetzte Anlage. Die Regelung wählt automatisch immer ein Gerät aus, das den Heizbetrieb ausführen soll. Beide Geräte sind bei Bedarf auch gleichzeitig in Betrieb.
Weiteres Plus: Die modulierende Betriebsweise. Es erfolgt eine bedarfsgerechte Brennstoffzufuhr. Starke Kälte, höherer Verbrauch und umgekehrt.

Ein Blick ins Herz- Der Wärmetauscher
Der Wärmetauscher ist das Herzstück des Brennwertgerätes, hier passiert einiges: Erzeugung von Wärme, Kondensationswärme wird zurückgewonnen und nutzbar gemacht.
Dieser Wärmetauscher ist hergestellt aus einer Mischung aus Aluminium und Silizium.
Wenn regelmäßige Wartung erfolgt ist, bietet der Hersteller 10 Jahre Garantie.


Mit Pufferspeicher
Jeder Start der Geräte sorgt, wie beim Starten eines Autos, für einen Schwall an Abgasen. Das kann man bei der Heizungsanlage etwas minimieren.
Hierfür kommen Pufferspeicher zur Anwendung, diese Speicher vergrößern das Volumen der Heizungsanlage. Durch das größere Volumen lädt die Heizung den Speicher länger auf, der Betrieb ist zwar länger, die Heizungsanlage springt aber auch für einen längeren Zeitraum nicht mehr an.

Schon vorbereitet- Blockheizkraftwerkanschluss
Er wurde schon vorbereitet, der Anschluss für ein Klein- Blockheizkraftwerk. (BHKW zum Beispiel Dachs von Senertec) Wenn dann die Investition getätigt werden soll, sind schon Vorarbeiten erfolgt.


Freude nach zwei Heizperioden
Wie man so schön sagt: "Nu aber mal Butter bei die Fische!"; die Gasrechnung ist ja interessant. Der Geschäftsführer des BZM, Herr Dr. Georg Wiechelmann, besorgte mir dann die Zahlen von den Lübecker Stadtwerke. Ich rechnete die Zahlen durch, von Kubikmetern in Kilowattstunden...und war wirklich erfreut.
Im Jahresschnitt konnte der Verbrauch von rund 220.000 Kilowattstunden auf um die 160.000 Kilowattstungen gesenkt werden. Diese Rechnung ist sogar noch zu Ungunsten der wirklichen Einsparung gerechnet. Für den Klimaschutz ein wirklich ernst zu nehmender Beitrag:
Rund 60.000 Kilowattstunden einsparan bedeutet, dass nahezu 12 Tonnen des klimagefährdenden Gases Kohlendioxid (CO2) vermieden werden konnte. Ich finde schon, dass das ein wirklich guter Beitrag ist, der da geleistet wurde. Sehr erfreulich: Auch die Kosten können gesenkt werden. So zahlt ein Verbraucher in der Großverbraucherkategorie zur Zeit 5,24 Euro-Cent für jede Kilowattstunde des Erdgases. Die Einsparung beträgt also über 3100 Euro. Besser gesagt: Mehrkosten von ca. 3100 Euro würden anstehen, wenn man die Investition nicht getätigt hätte. Die Amortisation dieser Anlage ist also nur eine Frage der Zeit.

Die Bilder
Ein Blick ins Herz des Gerätes. Links der Wärmetauscher. Eine Besonderheit dieses Aluminium- Silzium Wärmetauschers: Bei regelmäßiger Wartung gibt es 10 Jahre Garantie!

Die Kaskade aus zwei Brennwertgeräten: ModulaII von Paradigma. Der Speicher ist ein 1000 Liter fassender Heizungspufferspeicher. Nachrüstung eines Blockheizkraftwerkes- Kraft- Wärme- Kopplung ist vorbereitet




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