26 Januar 2006

 

Kalk verbraucht Energie!


LN-Energiesparserie (VIII)
des EnergieTisch Lübeck e. V.
in Zusammenarbeit mit
den Lübecker Nachrichten
vom 26.01.2006

Thema:
Kalk verbraucht Energie


Durch Kalk, genauer gesagt Calcium- und Magnesiumverbindungen, werden Ablagerungen hervorgerufen, die wir als Verkalkungen bezeichnen. Es kommt zum Anstieg von Energiekosten. Man denke nur an den Wasserkocher, der für die Erwärmung des gleichen Volumens immer mehr Zeit braucht als früher. Calcium und Magnesium sind für den Körper unverzichtbare Mineralstoffe. Was jedoch für den Körper wichtig ist, ist leider im Übermaß für die Apparaturen unserer Trinkwassereinrichtungen nicht von Vorteil. Erwärmt man Wasser über 55 bis 60 Grad Celsius, kommt es zu einer Ausfällung von Calcium- und Magnesiumkarbonaten. Die Karbonate des Calcium und Magnesium bleiben als Rückstand erhalten, den wir unter dem Namen Kesselstein besser kennen. Warmwassertemperaturen von über 60 Grad Celsius sollen daher möglichst vermieden werden. Eine nur 5 mm starke Kalkschicht in den Rohren eines Warmwassergerätes erhöht den Energieverbrauch durch die Isolationswirkung schon um bis zu 30 Prozent. Die Karbonhärte ist das Maß für die im Wasser gelöste Menge an Calcium und Magnesium. Je mehr diese Salze im Wasser gelöst sind, desto höher ist der Härtegrad. Er ist für das Einstellen von Kaffemaschinen und anderen Haushaltsgeräten entscheidend. Das Wasser in der Region Lübeck liegt mit einer Karbonhärte von 14,0° dH bis 15,2° dH im Härtebereich III. Das entspricht 85 bis 109 mg Calcium und 11 bis 13 mg Magnesium pro Liter Wasser. Ein Kalkmangel wäre übrigens auch problematisch, er könnte zur Korrosion, also Rostbildung führen; dies ist aber in unserer Region kein Problem.

So verhindern Sie Kalk

1. Mit einem physikalischen Prinzip:
Eine simple, aber dennoch sehr wirkungsvolle Lösung bei Kalkproblemen ist der Einsatz eines Permanentmageten. Er wird in die Wasserleitung eingebaut und schützt die Rohrleitungen vor Kalkablagerungen. Ein Permanentmagnet unterstützt auch die Rückbildung vorhandener Kalkschichten und hilft so Energiekosten einzusparen. Er erlaubt Ihnen, die Reinigungsmittel geringer zu dosieren, was eine Entlastung der Umwelt und Ihres Geldbeutels mit sich bringt. Im Gegensatz zur unten beschriebenen chemischen Wasserbehandlung ist er völlig wartungsfrei. Wie funktioniert ein Permanentmagnet?
Grob kann man sagen, dass Kalk in der unbehandelten Form als Calciumkarbonat in einer relativ stabilen kristallinen Form vorliegt. Die Umwandlung erfolgt durch den Magneten. Es kommt zu einer Umstrukturierung des Kalkkristalls in Aragonit, dessen kristalline Struktur erheblich instabiler ist. Durch die physikalische Wasserbehandlung erfolgt keine Entfernung des Kalks, sondern eine Umstukturierung der Kristalle, man spricht von einer Härtestabilisierung.

2. Mit einem chemischen Prinzip:
Für die Hausinstallation steht hier unter anderem der Kationen-Austauscher zur Verfügung. Dieser ersetzt im Wasser gelöste Ionen gegen andere. Da Calcium aus Ionen besteht, kann ein Ionenaustauscher im Leitungswasser gelöstes Calcium gegen ein anderes Salz ersetzen. Alle chemischen Verfahren sind allerdings wartungsintensiv und es entstehen Betriebskosten etwa für Salze. Unter ungünstigen Umständen sind diese Verfahren anfälliger gegen Keime.
Ob der Einsatz einer Trinkwasserbehandlung in Ihrem Leitungsnetz sinnvoll ist, ist im Gespräch mit dem Fachmann Ihres Vertrauens zu klären.

Wir stehen Ihnen selbstverständlich gern mit einer Beratung zur Verfügung.



<< Home